Kurzfristige Geldanlage mit einem Termingeld
Haben Sie schon einmal von einem Termingeld gehört? Vielen Menschen ist das Termingeld eher unter der Bezeichnung „Festgeld” bekannt. Die Bezeichnung als Termingeld ergibt sich aus einer wichtigen Eigenschaft des Termingelds: Es hat eine feste Laufzeit und endet zu einem bestimmten Termin. Doch was ist eigentlich ein Termingeld?
Definition “Termingeld”
Bei einem Termingeld handelt es sich vor allem um eine beliebte Form der kurzfristigen Geldanlage. Üblich sind hier Laufzeiten von zwischen einem und zwölf Monaten, teilweise auch etwas länger. Während der Laufzeit kann der Anleger nicht an sein angelegtes Kapital heran, es ist komplett festgeschrieben. Die Zinsgutschrift erfolgt im Regelfall zum Ende der Laufzeit. Die Zinsen sind zwar meist nicht höher als die aktuellen Zinsen auf Tagesgeldkonten & Co., allerdings sind sie auf die gesamte Laufzeit festgeschrieben und können sich daher nicht ändern. Somit stellt das Termingeld eine sehr kalkulierbare Geldanlage dar – bereits am ersten Tag ist bekannt, wie hoch das Guthaben zum Laufzeitende sein wird.
Termingelder vergleichen
Je nach Bank variieren die Konditionen für ein Termingeld unter Umständen stark. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Sie die Konditionen stets ausführlich vergleichen, um das Maximale für Sie herauszuholen. Werfen Sie zunächst einen Blick auf den Zinssatz. Häufig wird er gestaffelt angegeben und steigt oder sinkt mit zunehmendem Kapital. Überprüfen Sie außerdem, ob das Angebot für Ihren Bedarf überhaupt gilt, denn oft sind Termingelder erst ab einem gewissen Anlagebetrag von mehreren tausend Euro verfügbar. Und auch bei der Laufzeit lohnt es sich genau hinzusehen, denn höchstwahrscheinlich wollen Sie Ihr Termingeld ja als zeitliche Überbrückung nutzen.
Umschuldung oder Prolongation? Die Anschlussfinanzierung
Die Dauer einer Immobilienfinanzierung ist stets durch die Dauer der Zinsbindungsfrist geprägt. Die Zinsbindungsfrist dauert gewöhnlich zwischen 5 und 30 Jahren und hält den Zins immer auf dem gleichen Niveau. Erst wenn die Zinsbindungsfrist ausläuft, ist eine Umschuldung möglich und das Thema der Anschlussfinanzierung kommt auf den Tisch.
Was hinter der Anschlussfinanzierung steckt
Eine Anschlussfinanzierung wird immer „im Anschluss“ an eine abgelaufene Finanzierung abgeschlossen. Sobald die Zinsbindungsfrist ausläuft, ist es erforderlich, eine Anschlussfinanzierung zu finden. Das Geld aus dem neuen Darlehen löst das alte Darlehen ab und begründet ein neues Kreditverhältnis. Bei einer Anschlussfinanzierung handelt es sich im Regelfall um eine ganz normale Immobilienfinanzierung, die erneut durch eine Zinsbindungsfrist geprägt ist.
Treue oder Bankenwechsel?
Kurz bevor die Zinsbindungsfrist ausläuft, kann sich der Kreditnehmer Gedanken darüber machen, ob er das Kreditinstitut wechseln oder seiner Bank treu bleiben möchte. Diese Entscheidung wird vorrangig auf der Basis der aktuellen Konditionen am Markt beeinflusst. So vergleicht man zunächst einmal am besten die Angebote, die momentan zur Verfügung stehen. Diese vergleicht man mit dem Angebot der aktuellen Hausbank, das sie innerhalb der letzten drei Monate vor Ende der Zinsbindungsfrist unterbreitet.
Wenn man die Bank wechselt, liegt eine Umschuldung vor. Dies lohnt sich im Regelfall umso mehr, je länger ein Darlehen danach noch läuft. Wesentlich mehr Schuldner bleiben ihrer Bank treu und unterschreiben die so genannte „Prolongation“, also die Verlängerung ihres bisherigen Kredits. Häufig bieten die Banken hierfür allerdings keine besseren Konditionen. Sollte der Markt bessere Konditionen bieten, sollte die Gelegenheit nicht verpasst werden, mit der Hausbank zu verhandeln.